Bewegt man sich ein wenig in Richtung Web2.0 schlagen einem sofort Begriffe wie “Transparenz” und “Authentizität” entgegen. Eine goldene Regel im Web2.0 besagt, dass es keine Lüge gibt die nicht
durch einen motivierten “Nerd” mit zu viel Zeit aufgedeckt wird. Und dennoch scheint es sich (wenngleich es in der Vergangenheit schon passiert ist) nicht zu unseren politischen Reihen durchgesprochen zu haben.
Facebook-Fans sind nicht zu fälschen lieber Kanzler.
Jetzt abgesehen von dem moralischen Aspekt den ich auf freigedacht.eu schon erläutert habe, muss ebenfalls in Frage gestellt werden ob das Bundeskanzleramt Social Media überhaupt verstanden hat. Ich denke nicht.
Versuchen wir in einem ersten Schritt einfach einmal deutlich herauszuheben welche Motivation hinter einem fälschen von Facebook-Freunden stecken kann. Es liegt wahrscheinlich einfach an dem Fehler den viele andere auch gedanklich begehen: “Ich möchte mehr Fans haben!”
Anstatt diese durch Aktionen, Interaktion, Präsenz und den direkten Kontakt zu generieren versuchen, werden hier einfach Fans hinzugeschummelt. Doch was bringen diese Fans? Einfach nur selbstbeweihräuchernde Außenwirkung. Mehr ist es nicht. So kann man schlicht und ergreifend sagen, dass die dahinter liegende Motivation wahrscheinlich die gewesen sein wird, dass der Kanzler selbst einfach gerne mehr Fans auf Facebook hätte um sich besser zu fühlen. Es kann hierbei – wenn man diesen kausalen Schluss zieht – nicht darum gehen mit Fans in Kontakt zu stehen und auch nicht das Interesse an der Meinung des Volkes im Vordergrund gewesen sein. Doch genau darum geht es bei sozialer Interaktion.
Mein Angebot an dieser Stelle für das Bundeskanzleramt: Buchen Sie doch bitte einen Social Media Workshop bei mir und ich erkläre ihnen im Detail wie man sich auf Facebook verhält und welche Möglichkeiten es bietet. Denn Social Media (Marketing) ist tatsächlich ein mächtiges Werkzeug wenn man es nur richtig einsetzt. In diesem Sinne: Vielleicht bis bald.
Und natürlich gilt auch hier wieder die Unschuldsvermutung.