Schatz, es ist für dich. Wer ist es? Die Garage. – Mobile Monday Impressions

Schatz, es ist für dich. Wer ist es? Die Garage. – Mobile Monday Impressions

„Smart Home: Wie sich unsere mobile Nutzung verändern wird“

Gestern, am 19.03.2012, war es wieder so weit. Im Naturhistorischem Museum wurde wieder einmal zum regelmäßig stattfindendem Mobile Monday geladen.

Wie bei vielen anderen Veranstaltungen ging es auch hier darum, in wie weit sich unser Leben in den nächsten Jahren durch Technologie weiter verändern wird und wie die unterschiedlichen Geräte zusammenspielen werden, um uns das Leben zu erleichtern.

Das Thema Smart Home, spielte bei der gestrigen Veranstaltung die tragende Rolle. Wie wir erfuhren, handelt es sich dabei nicht einfach um den Kühlschrank der seinen Inhalt selbst bestellt. Vielmehr wurde der Kühlschrank einfach ausgelassen und wurde als Running Gag durch den Abend getragen.

Multi Screen & Multi Media Nutzung

Thomas Wedl von Cellular war der erste Redner, er sprach über die unterschiedlichen Anwendungsfälle und Nutzungen verschiedener Devices. So zum Beispiel über das „lean back“ Verhalten beim Tablet, „lean forward“ beim Computer und die mobile Nutzung von Smartphones. Dabei machte er besonders darauf aufmerksam, dass die Kohärenz zwischen Screen und Content gewährleistet sein muss, um den Userinnen und Usern ein optimales Erlebnis zu bieten.

Aber auch die Synchronisation zwischen den unterschiedlichen Geräten spielt eine wichtige Rolle. So erwarten sich moderne User und Userinnen, dass sie ihre digitalen Inhalte am Gerät ihrer Wahl abrufen können. Als Beispiel brachte er hier A1 TV, bei dem die Inhalte unabhängig des Devices zur Verfügung stehen.

Doch auch Apple TV/Air Play wurden im Zusammenhang mit Device Shifting erwähnt. Denn das selbe Ergebnis wie bei der Synchronisation, könnten auch dadurch erreicht werden.

Darüber hinaus meinte Thomas Wedl, dass das Complementary Thema in Zukunft ebenfalls eine noch viel größere Rolle spielen wird. Hier geht es um das optimale Zusammenspiel zwischen unterschiedlichen Devices die gemeinsam genutzt werden können. Beispielsweise die Samsung Remote App mit dem Fernseher.

Wer glaubt, dass Simultanity in den eigenen vier Wänden noch lange unberücksichtigt bleibt, irrt. Denn es wird laut dem Vertreter von Cellular bereits mit hochdruck daran gearbeitet, erweiterte Inhalte auf unterschiedlichen Geräten zur Verfügung zu stellen die den Anwenderinnen und Anwendern ein viel breiteres Spßektrum an Möglichkeiten bieten. Ein Versuch der Umsetzung wurde bereits bei „Voice of Germany“ unternommen, einer deutschen Sendung die man mit Deutschland sucht den Superstar vergleichen könnte. Dort wurden Statistiken, Votings und weiterer ergänzender Content auf den mobilen Geräten zur Verfügung gestellt.

Thomas Wedl führte weiter aus, dass 56% der Österreicher bereits ein Smartphone besitzen und eine Steigerung um 25% von 2010 auf 2011 zu verzeichnen war. Ebenso sind 99% aller im Handel erhältlichen TV Geräte Smart TV´s. Also Fernseher die abgesehen vom „normalen“ Fernsehen, auch mit dem Internet verbunden werden können. Hierbei sieht Wedl die große Herausforderung der Netzbetreiber, ihre Kunden zu halten, da ein Gerät mit Internet und Internet TV leicht ausgestattet werden können und somit z.B. Set-Top Boxen überflüssig machen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass Fernsehen immer interaktiver wird. Deswegen wird wohl die nahe Zukunft lt. Wedl dazu führen, dass es eine so genannte „Red Button“ Funktion geben wird, die Fernseherinnen und Fernsehern erlaubt auf erweiterte Inhalte in jeder Sendung zuzugreifen. „Die modernen TV Geräte sind derzeit schon in der Lage eine solche Funktion abzubilden. Jetzt liegt es an den Sendern, diese Möglichkeit zu integrieren.“

Das schwarze Brett

Mario (ich lasse seinen Nachnamen einfach einmal aus, da er leider auf keiner Folie zu sehen war – ich vermute Aschbauer) von anINMEDIA, durfte das Publikum als nächster Redner unterhalten. Der sehr junge Herr, war scheinbar noch nicht geübt in öffentlichen Auftritten und so war sein Vortrag leider nicht von der Sorte an die man sich positiv erinnert. Auch meine Suche nach der Firma im Internet, führte zu einer leeren weißen Seite, was nicht gerade für Qualität bürgt.

Jedenfalls hatte sein Unternehmen die Idee, anstelle des „altmodischen“ schwarzen Bretts ein Touchgerät mit erweiterter Bedienmöglichkeit zu postieren. Die Frontend, also die Bedienoberfläche für die Mieter, erinnert an ein Retro wien.gv.at Userinterface. Also reichlich Webdesign und wenig intuitive Steuerungen.

Die Funktionen des schwarzen Bretts sind z.B. die Waschküche online reservieren, Nachrichten an den Vermieter und/oder die Hausverwaltung schicken, Gebrechen melden, Essen bestellen und – das einzige Feature das mich wirklich angesprochen hat – eine Minutengenaue Abbildung wann die nächsten Verkehrsmittel in die Station einfahren.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, meine Reflexion zum schwarzen Brett damit enden zu lassen, den Vorschlag anzubieten, dieses (vielleicht aufgehübschte Interface) für die Bewohner mittels App, Website oder einem zusätzlichen Fernsehkanal in ihren Wohnungen anzubieten, da sich mit natürlich die Frage aufdrängt: Warum muss/soll eine Website im Stiegenhaus hängen?

Doch in einer Randbemerkung am Ende der Veranstaltung, erwähnte Mario kurz, dass es die App und Website-Funktion gäbe. Warum also im Stiegenhaus?

Smart Home – Ein zu Hause das mitdenkt

Martin Öller von Loxone leitete seinen Vortrag mit ein paar wirklich guten Statements ein, die den Anwesenden die vorgefertigten Bilder aus dem Kopf trieben und frei machten für seinen Vortrag.

„Wir sprechen nicht vom Kühlschrank“

Für Martin Öller bedeutet Smart Home wesentlich mehr als eine reine Vernetzung von Daten. Es geht ihm vielmehr um eine ganzheitliche Lösung die alle Bedürfnisse des eigenen zu Hauses abdeckt.

„Jeder ist anders“

Und genau das ist der Punkt. Bei vorgefertigten Lösungen, werden die meisten argumentieren und meinen, dass sie dieses oder jenes Feature nicht brauchen, oder es ihnen unangenehm ist. Durch diesen Punkt gelang es Martin Öller die Menschen nicht über die einzelnen vorgestellten optionalen Anwendungsfälle zu denken, sondern sich einfach inspirieren zu lassen.

„Vergiss die Technik“

Statt zu sagen: „Ich will ein Tablet in meiner Wand“, meint Loxone die Philosophie wirklich Anwendungsfälle zu kreieren und diese bis ins Detail zu planen. Die Umsetzung ist zweitrangig – frei nach dem Motto „form follows function“.

„Nicht abschrecken lassen“

Hier bezog er sich wieder auf die Kühlschrank Thematik, bei der viele Menschen sagen, dass sie ihr Leben nicht vom Kühlschrank bestimmen lassen wollen. Und genau das ist auch die Devise des Redners.

„Das Leben ändert sich“

Mit diesem letzten Slogan gewann er mein völliges Interesse. Denn genau das ist der Punkt. Ein wirklich smartes Home passt sich meiner Lebenssituation an und folgt nicht starr einem programmierten Befehl.

Gerne würde ich noch die einzelnen Gedankenstöße beschreiben, aber ich vermute, dass die Präsentation die Gestern gezeigt wurde, eine viel bessere Möglichkeit ist, sich darüber zu informieren:

www.loxone.com/momo

 

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